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Mikrowellen machen Wasser sichtbar
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Alle Materialien senden eine leichte, natürliche Mikrowellenstrahlung aus. Böden tun dies aber in großer Abhängigkeit vom Wassergehalt.

Die ersten Ergebnisse der »SMOS«-Mission (Soil Moisture and Ocean Salinity/ Bodenfeuchte und Salzgehalt der Ozeane) aus dem November 2009 – Bodenfeuchtemessungen (Rot: hohe Bodenfeuchte, grün: geringe Bodenfeuchte) Diese ersten Daten werden noch nicht für eine wissenschaftliche Interpretation genutz, sonsern dienen dazu, den Datentransfer zwischen Satellit und Bodenstationen zu testen. (Quelle: ESA)Gebiete in denen viel Wasser im Boden gespeichert ist, senden intensiver Mikrowellen aus, als Erdschichten mit geringer Bodenfeuchte. Anhand der Strahlungsdichte können Forscher also auf den Wassergehalt schließen.

Die Informationen über den Wassergehalt des Bodens helfen Meteorologen und Klimaforschern bei ihren Vorhersagen. Denn nicht nur das Wasser der Ozeane, auch Wasser, das im Boden gespeichert ist, beeinflusst über die Verdunstung das Klima auf der Erdoberfläche.

Wissenswert:
Mikrowellen helfen auch in der Küche. In einem Mikrowellenherd werden durch künstliche Strahlung Wassermoleküle in Schwingungen versetzt. Dabei wird Bewegungsenergie frei und die Nahrung erwärmt sich. Umgekehrt erzeugt die natürlich vorhandene Schwingung der Wassermoleküle eine natürliche Mikrowellenstrahlung, die vom Satelliten aufgezeichnet werden kann.