Ohne den Sand der Sahara gäbe es keinen Regenwald am Amazonas, ohne den Sand Arabiens keine Korallenriffe im Roten Meer. Starke Winde treiben die Sandmassen aus den Wüsten in und über die Ozeane.
Das zeigen Aufnahmen von Wettersatelliten, die die Bewegungen und die Zusammensetzung der Luftmassen genau im Blick haben. Tatsächlich ist der Mineralmix im Sand der Sahara kostbarer Dünger für die Pflanzen des Amazonasbeckens. Auch Korallenriffe im Roten Meer, bei den Seychellen oder den Malediven brauchen die Nährstoffe, die durch den Sand von der arabischen Halbinsel zu ihnen transportiert werden.
In großen Städten wie Peking können solche Sandstürme allerdings großen wirtschaftlichen Schaden anrichten. Denn der feine Sand der Taklamakan-Wüste im Nordwesten Chinas setzt sich in Motoren, Klima- und Industrieanlagen ab.
Wissenswert: Selten weht der Sand aus der Sahara auch nach Deutschland. Als feiner, gelber, manchmal auch roter Staub haftet er dann zum Beispiel auf Motorhauben und Windschutzscheiben.
