Start Rohstoffe Wasserspeicher
Unterirdische Wasserspeicher
Print

Wasser ist die Grundlage des Lebens und damit der kostbarste Bodenschatz überhaupt. Die Suche nach Wasser aber ist schwierig. Probebohrungen sind aufwendig, teuer und nicht immer erfolgreich. Aufnahmen wie diese Falschfarbendarstellung des Satelliten »LANDSAT7« helfen, Wasserressourcen in trockenen Wüstenregionen zu finden. Der Fluß Ugab in Namibia führt an seiner Oberfläche nur an wenigen Tagen im Jahr Wasser. Unterirdisch Wasserspeicher können aber das ganze Jahr übergenutzt werden. (Quelle: NASA) Die Kombination verschiedener Messverfahren mit Hilfe von Satelliten soll die Suche nach bislang unbekannten Wasserspeichern im Untergrund unterstützen. Um wirklich sichere Hinweise auf unterirdische Wasservorkommen zu erhalten, kombinieren Fernerkundungs-Experten die Aufnahmen unterschiedlicher elektromagnetischer Frequenzen mit Schwerefeldmessungen und mit Untersuchungen vor Ort.

Infrarotaufnahmen zeigen zum Beispiel, ob in einer Region verstärkt Pflanzen wachsen. Ob deswegen auch wirklich Wasserreserven im Untergrund vorhanden sind, kann erst mit zusätzlichen Untersuchungen bestimmt werden. Die Fernerkundung kann hier dazu beitragen, diese zusätzlichen Untersuchungen gezielt anzusetzen.

Wissenswert: Mit Hilfe der Kartierung des Schwerefeldes der Erde wird untersucht, wie viel Wasser in unterschiedlichen Regionen der Welt gespeichert werden kann. So haben Messungen zwischen Juli 2009 und Juni 2010 gezeigt, das im Amazonasgebiet Südamerikas in den Sommermonaten (etwa von März bis August) sehr viel, in den Wintermonaten hingegen sehr wenig Wasser gespeichert wird. 
(Mehr hierzu auf den Webseiten des Earth Observatories der NASA (in englisch): The Gravity of Water, Weighing Earth's Water from Space).