Die satellitengestützte Fernerkundung macht unterirdische Rohstoffvorkommen erkennbar. Daten über das Schwerefeld, das Magnetfeld oder Aufzeichnungen elektromagnetischer Strahlung erleichtern die Rohstoffsuche. So sind Erdöl- oder Erdgasvorkommen eher dort zu finden, wo zum Beispiel die Anziehungskraft der Erde typische Anomalien aufweist.
Auch Metalle und andere Rohstoffe lassen sich aus der Ferne aufspüren, denn jedes Materiall reflektiert elektromagnetische Strahlung unterschiedlich. In trockenen Wüstengebieten können mit Hilfe der reflektierten Strahlung Gesteinsschichten so über große Regionen hinweg kartiert werden.
Um Fehlbohrungen zu vermeiden, werden die satellitengestützten Informationen stets mit direkten Geländebeobachtungen und Gesteinsproben abgeglichen.
Wissenswert: Länder mit großen Lagerstätten wie die Mongolei oder einige Staaten in Afrika nutzen Methoden der Fernerkundung, um den kommerziellen Abbau der Bodenschätze durch Wirtschaftsunternehmen zu kontrollieren. Mit Hilfe von Zeitreihen-Satellitenbildern werden hochgenaue Karten erstellt, die zeigen, wie viel Fläche und Volumen in den Lagerstätten tatsächlich abgebaut wurde. Eine Kenngröße, die wegen der enormen Größe der Abbauflächen vom Boden aus nicht zu bestimmen ist.
