"Die Erde im Visier" feiert 50 Jahre Institut für Satelliten- und Weltraumforschung
Ohne Bodenstationen geht nichts - zumindest nicht in der Beobachtung der Erde mit Satelliten. Bodenstationen wie die 20-Meter Antenne der Sternwarte Bochum zeichnen die von Satelliten gesammelten Daten auf und ermöglichen so erst den Erfolg dieser Missionen. Mit der Sonderausstellung "Die Erde im Visier" feiert die Wissenschaft das 50-jährige Bestehen der Sternwarte in Bochum.
Als Sputnik I im Oktober 1957 seine Signale zur Erde funkte, läutete er mit seinem monotonen „Piep Piep Piep“ eine neue Ära der Menschheitsgeschichte ein. Am Morgen des 5. Oktober 1957 drangen in Bochum die ersten Signale aus dem Lautsprecher. Medienberichte über Kaminskis Pioniertat machten seine Volkssternwarte international bekannt.
Die Außenstelle der Volkssternwarte Bochum im Privathaus von Heinz Kaminski – von den Journalisten liebevoll „Sputnik-Keller“ genannt – avancierte nach dem Empfang der Funkzeichen von Juri Gagarin im April 1961 zum Weltraumnachrichtenplatz.
Kaum sechs Monate später nahm im Oktober 1961 das erste bundesdeutsche Institut für Satelliten- und Weltraumforschung der Sternwarte Bochum in einem modernen Pavillonneubau seine Arbeit auf. Diese Gründung verdanken wir also gewissermaßen dem Flug Gagarins.
Die Arbeit des Instituts war zunehmend geprägt vom Empfang und der Aufbereitung von Fernerkundungsdaten der Erde aus dem Weltraum. Bis heute werden täglich Signale aus dem All von Satelliten und Raumsonden in Bochum empfangen.
Mehr zur Sternwarte Bochum: http://www.sternwarte-bochum.de