Start Allgemein Signalempfänger
Signalempfänger
Print

Bei der Erkundung der Erde via Satellit werden elektromagnetische Wellen aufgezeichnet und ausgewertet. Grundsätzlich werden dabei Satelliten mit aktiven Sensoren und Satelliten mit passiven Sensoren unterschieden.

Aktive Sensoren wie Radar oder Laser senden eigene Signale auf die Erde. Die Signale werden an einem Objekt, zum Beispiel an einem Berg oder einem Fluss, unterschiedlich stark reflektiert, und von Sensoren des Satelliten wieder aufgefangen. Durch die Messung der Laufzeit, die der Strahl vom Objekt und wieder zurück braucht, kann beispielsweise die Geländehöhe, also die Topografie bis auf wenige Millimeter genau bestimmt werden, sofern die Flughöhe des Satelliten bekannt ist. Um die Daten auswerten zu können, werden auch sie in Falschfarbenbilder umgesetzt.

Aufbau des gravimetrischen Sensors an Bord des »GOCE«-Satel liten Auf der obersten Etage sind die sechs Beschleunigungssensoren (I) angebracht (je zwei pro Achse), darunter befinden sich die Sensorsteuerung (II)und die Da tenspeichereinheit (III). Die Zwi schen plat ten dienen zur Ableitung der Wärme. Das so genannte Gradiometer ist etwa 110 cm hoch und rund 60 cm breit. GOCE-Satelliten umkreisen seit 2008 die Erde in der geostationären Umlaufbahn zur Bestimmung des Erdschwerefeldes. (Quelle: Projektbüro GOCE)Passive Sensoren senden kein eigenes Signal, aber sie können die elektromagnetischen Wellen natürlicher Quellen empfangen. Als Beispiel können das reflektierte Licht der Sonne oder Mikrowellenstrahlen der Erdoberfläche angeführt werden. Auch diese Daten werden in Falschfarbenbilder umgesetzt. Passive Sensoren sind beispielsweise Infrarot-Kameras oder fotografische Kameras ohne Blitzlicht.

Wissenswert: Der Mensch nutzt täglich seine passiven und aktiven Sensoren. Ohren, Augen und Nase sind passive Sensoren, der Tastsinn hingegen ist unser aktiver Sensor.