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Falschfarbenbilder
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Röntgenstrahlen, Radar- und Funkwellen – die meisten elektromagnetischen Wellen, also Schwingungen, die durch Änderungen des elektrischen und magnetischen Feldes entstehen, sind für das menschliche Auge unsichtbar. Lediglich Wellen einer Länge von 400 bis 700 Nanometern (nm) werden als sichtbares Licht wahrgenommen. Sie bilden von lila (400 nm) bis rot (700 nm) das Farbspektrum des Regenbogens.

Das elektromagnetische Spektrum (Quelle: nach H.-U. Jabs)Elektromagnetische Wellen mit Längen außerhalb dieses sichtbaren Bereichs, kann der Mensch ohne technische Hilfsmittel nicht wahrnehmen. Sie müssen deshalb von speziellen Sensoren aufgezeichnet und in sichtbare Farben umgerechnet werden. Dabei entstehen Falschfarbenbilder, die selbst Daten der superkurzen und extrem langen Wellenlängen sichtbar machen. Beispielsweise können mit Wärmebildkameras Kältezonen an Gebäuden oder Lebewesen in der Nacht sichtbar gemacht werden.

Wissenswert: Viele Tiere nehmen Strahlungen außerhalb des sichtbaren Lichts wahr. So besitzen Klapperschlangen ein spezielles Wärmesinnesorgan, mit dem sie die Wärme- bzw. Infrarotstrahlung anderer Tiere registrieren können. So können sie ihre potenzielle Beute sogar im Dunkeln erkennen. Bienen und Vögel hingegen können »Licht« sogar im ultravioletten Bereich sehen.